Live-Shopping für Modeläden: So funktioniert Verkaufen im Livestream
Ratgeber · 4.10.2026 · 6 Min. Lesezeit
Live-Shopping heißt: Ein Moderator oder Creator zeigt Kleidung live vor der Kamera, Zuschauer stellen Fragen im Chat und bestellen direkt während der Sendung. Für Modeläden ist das eine Möglichkeit, Kundschaft weit über die eigene Stadt hinaus zu erreichen – ohne eigenen Onlineshop aufbauen zu müssen.
Was ist Live-Shopping?
Live-Shopping verbindet Verkaufsgespräch und Video. Anders als bei einem Foto im Onlineshop sieht die Zuschauerin, wie ein Kleid fällt, wie sich der Stoff bewegt und wie es kombiniert werden kann. Fragen zu Größe, Farbe oder Material werden sofort beantwortet.
Die Idee ist nicht neu – Teleshopping gibt es seit Jahrzehnten. Neu ist, dass Plattformen wie TikTok Live den Kanal für jeden Laden zugänglich machen und Zuschauer direkt mit dem Verkäufer sprechen können.
Wie läuft ein Live für eine Boutique ab?
Bei Showroom Live ist der Ablauf in vier Schritte gegliedert:
- Slot buchen: Der Laden wählt einen freien Sendetermin im Ladenportal.
- Kleiderstange vorbereiten: Artikel mit Foto, Preis, Größen und Farben werden hochgeladen und für den Live ausgewählt.
- Live-Sendung: Ein Creator präsentiert die Teile im Studio, ein Moderator nimmt Bestellungen unter dem TikTok-Namen der Käuferin auf.
- Nach dem Live: Der Laden erhält eine Packliste mit Kunden, Artikeln, Größen, Farben und Beträgen und verschickt die Ware.
Was braucht ein Modeladen dafür?
Technik, Studio und Moderation stellt Showroom Live. Der Laden bringt die Ware mit und sorgt für den Versand. Wichtig sind gute Artikelinformationen – je klarer Größen, Material und Passform beschrieben sind, desto weniger Rückfragen und Retouren.
Hilfreich ist außerdem, vor dem ersten Live eine Auswahl von 15 bis 30 Teilen zu treffen: genug Abwechslung für eine Sendung, aber überschaubar für die Präsentation.
Für welche Läden lohnt sich Live-Shopping?
Besonders gut passt Live-Shopping zu Läden mit wechselnden Kollektionen, kleinen Stückzahlen und Mode, die man zeigen und erklären muss. Wer bereits Stammkundschaft auf Instagram oder WhatsApp hat, kann diese gezielt zu den Sendeterminen einladen.
Ob sich ein Live rechnet, hängt von Warenwert, Marge und Abverkauf ab. Wir empfehlen, mit einem Probe-Live zu starten und die Zahlen danach gemeinsam auszuwerten.
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